Für den Auslandsaufenthalt an den Golf

Das Interesse an einem Auslandsaufenthalt während des Studiums wächst weiter. Je exotischer desto besser. Warum nicht bei den Scheichs studieren?

Jeder dritte Studierende plant für sein Studium einen Auslandsaufenthalt ein. Zu diesem Ergebnis kam zumindest eine Umfrage des Forsa Instituts im Auftrag der Allianz AG . Dabei gilt das Interesse der Studenten längst nicht mehr allein den traditionellen Hochburgen wie USA oder England. Auf der Beliebtheitsskala stehen längst auch ferne Destinationen wie Indien, China oder Australien ganz oben. Mögliche Gründe hierfür sind neben persönlichen Vorlieben vor allem auch karrieretechnische Interessen. Denn ein Aufenthalt in eher exotischen Ländern stellt die interkulturellen Fähigkeiten unter Beweis und unterstreicht die maximale Bereitschaft zur Mobilität auch für den Berufseinstieg.

Eine ähnliche Beliebtheit wie Australien & Co. könnten daher bald die Golfstaaten genießen. Auch hier möchte man Top-Universitäten etablieren, zumeist in Kooperation mit US-Elite-Hochschulen. Städte wie Katar, Doha oder Abu-Dhabi bieten winken gleich mit mehreren Programmen von US-Universitäten. Das Angebot ist jedoch weltweit längst noch nicht so bekannt. Gute ausländische Gaststudierende werden daher händeringend gesucht und erhalten sogar großzügige Rabatte auf die Studiengebühren. Auch die Bedingungen an den Hochschulen gelten als sehr gut, da die Programme noch nicht so überlaufen sind und die Hochschulen ganz neu aus dem Boden gestampft wurden. Zudem besteht die Möglichkeit, nebenbei arabisch zu lernen und internationale Kontakte zu knüpfen, denn die Stadtstaaten allein würden viel zu wenige Studenten hervorbringen, folglich ist der Anteil an ausländischen Studenten sehr hoch. Der Aufbau einer neuen Bildungshochburg an Golf ist den Scheichtümer ein großes Anliegen. Geld spielt dort bekanntlich keine Rolle. Man darf also gespannt bleiben, was sich am Golf für Studenten aus dem Ausland alles tun wird.