Studiengebühren-Anstieg auch in der Schweiz

Ein Studium im Ausland wird immer attraktiver aber leider für den Gaststudenten auch immer teurer. Manche Länder entwickeln den Bildungssektor zu einer der wichtigsten Einnahmequellen…

Zugegeben, sein Studium in Sidney oder London anzutreten klingt weitaus spannender als in den heimischen Gefilden zu bleiben. Dennoch sollte der Gang ins Ausland gut überlegt sein, denn sonst können einen die Kosten schnell überrollen. Viele Länder erheben nämlich höhere Studiengebühren für Studierende aus dem Ausland, die Bildungsindustrie wird mancherorts zum größten Einnahmen-Sektor. Ganz vorne liegen dabei längst nicht mehr nur Länder wie die USA oder England, sondern vor allem das derzeit stark angesagte Australien. Das Attribut ‚Studiengebühren‘ wäre hier ebenso passend wie ‚Surfen‘. Nun ziehen auch in Europa weitere Länder nach. Das KantonZürich kündigt eine Erhöhung der Studiengebühren insbesondere für Gaststudenten an. Hintergrund ist wohl die Attraktivität als Studienort, welche sich in steigenden Gaststudenten-Quoten widerspiegelt. Die Anzahl der Studierenden aus dem Ausland hat sich in den letzten 12 Jahren verdreifacht. Zur Zeit studieren rund 34.000 Studierende aus dem Ausland in der Schweiz. Auch die übrigen Kantone dürften bald nachziehen und ebenfalls ihre Studiengebühren erhöhen.

Ein Studium in Deutschland erscheint dagegen für Gaststudenten geradezu günstig, denn hierzulande wird bisher nicht differenziert zwischen Inländern und Studierenden aus dem Ausland. Aufgrund der knappen Kassen könnte sich dies jedoch auch mittelfristig ändern.