Die Regeln des Teamwork

Spätestens wenn Sie ins Berufsleben eintreten, werden Sie in Teams arbeiten. Vielleicht haben Sie aber auch schon vorher Gelegenheit, sich mit dieser Situation vertraut zu machen. Teamarbeit kann sehr ergiebig sein, denn viele Köpfe tragen mehr Wissen zusammen als ein einzelner und ein Team setzt immer mehr um als eine Einzelperson je schaffen könnte. Einzelne Teammitglieder können allerdings auch sehr dominant werden, was sich auf die Stimmung im Team negativ auswirkt.

Im Folgenden finden Sie 10 Regeln, die Sie für eine effektive Teamarbeitbeachten sollten.

Die Regeln des Teamworks

  • Entscheidungen gemeinsam tragen: Entscheidungen werden durch Abstimmung getroffen. Das Ergebnis wird von allen getragen.
  • Anerkennung: Ein Team kennt keinen Herrscher, es gibt keine Machtkämpfe. Teams sind durch Teammitglieder mit unterschiedlichsten Fähigkeiten zusammengesetzt. Jeder sollte daher den anderen als gleichwertigen Partner anerkennen.
  • Zuhören: ist genauso wichtig wie reden. Es redet immer nur einer. Es interpretiert auch niemand, was ein anderes Teammitglied gemeint haben könnte.
  • Meinungsinput: Jeder ist ständig gefordert seine Meinung, Wahrnehmungen und Ideen in Form von ‚Ich’-Botschaften zu äußern. Verstecken Sie sich nicht hinter ‚wir’ oder ‚man’ sondern vertreten Sie Ihren Standpunkt. Bedenken Sie jedoch, wenn Sie über andere Ihre Meinung sagen, dann ist das immer Ihre Meinung, keine allgemein gültige. Beurteilen Sie daher immer nur den Sachverhalt, nie den Menschen.
  • Fragen: Wenn Fragen gestellt werden, dann ist immer die Motivation oder der Hintergrund für die Frage kurz zu erklären, so dass die anderen Teammitglieder die Frage besser einordnen können und nicht falsch deuten. Fragen werden oftmals auch als Machtspiel genutzt, etwa um andere zu verunsichern oder bloß zu stellen. Zeigen Sie besser echtes Interesse oder versuchen Sie bei einem ‚Angriff’ gegen Sie herauszufinden, worauf das Teammitglied hinaus will. Fragen sind im positiven Sinne aber auch ein sehr effektives Mittel um Prozesse schnell voran zutreiben.
  • Teambeitrag: Jeder hat einen Beitrag zu leisten und muß sich in die Aufgabenstellung einbringen.
  • Feedback: Jeder gibt jedem strukturiert Feedback (zuerst die positiven Punkte, dann die negativen verbunden mit Verbesserungsvorschlägen). Es kann intensiv debattiert und kritisiert werden, nicht aber getadelt werden. Vermeiden Sie auch Verallgemeinerungen wie ‚immer kommst Du zu spät’. Hängen Sie Ihre Kritikimmer an einem konkreten Beispiel auf. Beschreiben Sie was Ihnen nicht gefällt und machen Sie einen Verbesserungsvorschlag.
  • Ergebnisse: Die produzierten Arbeitsergebnisse werden ständig festgehalten und für alle sichtbar gemacht.
  • Nebenschauplätze: Vermeiden Sie möglichst störende Zweiergespräche. Wenn Sie jedes Thema aufnehmen, dann verirren Sie sich schnell auf Nebenschauplätze und kommen in der eigentlichen Sache nicht voran. Wenn aus Sicht mehrerer Teammitglieder ein Thema zu wenig Beachtung findet, dann können Sie hierzu ein Sondermeeting zu einem anderen Zeitpunkt vorschlage. Holen Sie unbedingt wieder alle ins Boot, denn Sie erreichen das Projektziel nur mit dem kompletten Team.
  • Abstimmung: Stimmen Sie sich ab, wer welchen Aspekt in seinem Beitrag beleuchten wird, um inhaltliche Überschneidungen zu vermeiden.

Selber Teams führen:

Als Teamleader sind Sie verantwortlich für Ihr Team und natürlich für die Zielerreichung bzw. Umsetzung des Projektes. Sie sind immer wieder gefragt, Ihr Team zu motivieren und den berühmten ‚Teamgeist’ zu wecken, denn Sie sind auf die Hilfe Ihres Teams angewiesen.

Teamgeist‘ entsteht durch:

  • die Problemstellung und die damit verbundene Herausforderung, das Problem zu lösen
  • finanzielle aber vor allem auch verbale Anerkennung
  • Offenheit ggü. neuen Ideen der Teammitglieder
  • Gemeinsame Aktivitäten und gemeinsame Erlebnisse
  • Eine teamspezifische Sprache (Insider), gemeinsamer Lieblingssong etc.
  • Gemeinsame Erfolgserlebnisse (z.B. Etappenziele)
  • Gemeinsames Aushalten des Drucks von außen
  • gezielte Weiterbildung

Teammotivation: Machen Sie dem Team klar, dass Sie seine Hilfe brauchen Stellen Sie immer die Teamleistung in den Vordergrund, nicht die Leistung einzelner Bauen Sie Selbstvertrauen im Team auf, in dem Sie immer wieder auf gemeinsame erste Erfolge hinweisen Stärken Sie Ihrem Team nach außen den Rücken. Geben Sie viel positives Feedback zur Aufmunterung. Entwickeln Sie die Fähigkeiten der Teammitglieder gezielt weiter Kommunizieren Sie die Ergebnisse des Teams nach außen. Leisten Sie selbst aktiv Ihren Beitrag im Team, denn auch der Teamleader ist Teil des Teams. Geben Sie niemals einzelnen Teammitgliedern die Schuld für schlechte Ergebnisse. Schieben Sie die Verantwortung auch nicht auf die Umstände o.ä. ab. Leugnen Sie schlechte Teamleistungen nicht, sondern neben Sie die Situation an und suchen Sie nach Verbesserungspotenzialen. Setzen Sie sich für das Wohlergehen und die Leistung der Gruppe ein!

Buchempfehlung: Für weitere Anregungen zum Thema Teaming empfehlen wir

Oder das Handbuch Teamarbeit: