Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten

Wissenschaftliches Arbeiten soll einen Beitrag zur Erkenntnis liefern. Studierende leisten diesen Beitrag insbesondere mit ihrer Bachelor- und Masterarbeit, aber auch während des Studiums durch Hausarbeiten und Referate.

 

 

 

 

 

Achten Sie beim wissenschaftlichen Arbeiten auf folgende Struktur:

  • Analyse des Themas (bedeutet herauszufinden, wie Sie Ihr Thema erschließen und sinnvoll eingrenzen)
  • Literatursuche (Schnellanalyse der Texte -> Überblick über thematische Inhalte verschaffen; häufig reich es in dieser Phase, die Abstracts zu lesen)
  • Eingrenzung zum Thema
  • Aufstellung/ Gliederung des Themas
  • detaillierte Literaturauswertung
  • Erstfassung erstellen
  • Daten sammeln ggf. ausgewertete Laborarbeiten hinzuziehen
  • Überarbeitung der Erstfassung
  • Ggf. Tabellen und Grafiken hinzufügen
  • Korrektur und Endfassung

 

Zur Literatursuche eignen sich für den ersten Schritt im online Verfahren z.B. Google Scholar oder für Wirtschaftswissenschaftler die Datenbank www.economistonline.org. Auch die Bibliotheken, vorzugsweise die Landesbibliotheken, verfügen bereits über ein gutes online-Angebot an Katalogen. Am Gang in die Bibliothek kommen Sie aber wahrscheinlich nicht vorbei, zumal Sie hier häufig die fachspezifischen Kataloge einsehen können.

Es ist durchaus sinnvoll, sich während des Literaturstudiums am PC eine Tabelle aufzubauen, in der man seine gefundene / gelesene Literatur durchnummeriert und verschlagwortet, so kann man später schnell die passenden Quellangaben zu dem gerade behandelten Thema finden. Bevor Sie die Tabelle aufbauen, vergewissern Sie sich bitte über die geforderte Zitierweise und Form der Quellangabe. Hierzu gibt es einschlägige Bücher oder auch Fotokopien bei den Assistenten oder der Fachschaft.

Tipp: Wichtig ist, die gestellte Fragestellung zu beantworten und sich nicht in der hinzugezogenen Literatur zu verlieren. Schreiben Sie möglichst einfach und unkompliziert, aber sein Sie präzise in den Formulierungen. Lesen Sie auch Literatur Ihres Prüfers. So gewinnen Sie ein Bild, welchen Schreibstil er bevorzugt.

Schreiben Sie die Erstfassung ohne umfassende Berücksichtigung von Literaturhinweise, Zitate oder Belege und konzentrieren Sie sich auf die wesentlichen Fakten, Thesen und Kritikpunkte sowie Ergebnisse. Es geht in dieser Phase vor allem darum, den Inhalt der Arbeit gut zu strukturieren, einen durchgängigen roten Faden aufzubauen und Dopplungen oder „lose Enden“ zu vermeiden. Kleiner Tipp: sofern Sie die gesichtete Literatur nummeriert haben, fügen Sie die entsprechende Nummer als Fußnote ein. So können Sie später die Quellverweise schnell nachvollziehen.

Es genügt, die fehlenden Nachweise in der Endfassung hinzuzufügen.

 

Die Einleitung

Schreiben Sie Ihre Einleitung am besten zum Schluss. Da Sie dann mehr Überblick haben, können Sie das Thema genau eingrenzen, methodische Gesichtspunkte erläutern und Ihre Ziele genau darlegen.

 

Der Schluss

Vergessen Sie nicht am Ende der Arbeit, die Fragestellungen des Anfangs zu beantworten.

Fassen Sie Ihre Erkenntnisse zusammen und verweisen Sie auf ungelöste Probleme und ziehen Sie Ihre persönliche Schlussfolgerung.

 

Anlegen einer Mind map:

  • Schreiben Sie das Thema Ihrer wissenschaftlichen Arbeit auf ein leeres Blatt Papier oder in ein online Mind Mapping Tool (z.B. MindMeister).
  • Notieren Sie anschließend alle Einfälle, Fragen, Bemerkungen, Stichpunkte und Ideen zu diesem Thema
  • Danach zeihen Sie Linien, und Gruppieren die einzelnen Stichpunkte zu „Themengruppen“ unter Ihrem Hauptthema. So erkennen Sie schnell, an welchen Punkten noch eine intensivere Recherche erfolgen muss.

 

Ihre Mindmap können Sie während Ihrer Arbeit weiter ergänzen und erhalten so immer ein aktuelles Bild Ihrer wissenschaftlichen Arbeit.

Oft bieten Hochschulen auch eine Schreibwerkstatt an, welche Workshops und Einzelberatungen zur Erstellung von Facharbeiten durchführen.

 

Formale Anforderungen:

Das Prüfungsamt gibt nicht in der Regel sehr detaillierte Anforderungen für die formale Gestaltung vor. Diese sind unbedingt einzuhalten. Arbeiten sind schon wegen Formfehlern abgelehnt worden. Auch sollten Sie die maximale Bearbeitungszeit und vorgegebene Seitenanzahl nicht überschreiten, da es zur Eingrenzung der Arbeit und ggf. Vergleichsmöglichkeit dient.

 

Die Abgabe:

Lassen Sie Ihre Arbeit vor der Abgabe von einem Kommilitonen oder einer Person Ihres Vertrauens Korrektur lesen. Eine eigens geschriebene Facharbeit enthält durch den Autor meist kleine Fehler, die Ihnen nicht auffallen, da Sie es selbst geschrieben haben.

Prüfen Sie auch die Bestandteile Ihrer Arbeit, die da wären:

  • Deckblatt
    • Thema und Art der wissenschaftlichen Arbeit (Diplom, Facharbeit…)
    • Name der Einrichtung und des Betreuers bzw. Gutachters (einschließlich des Titels)
    • Name und Geburtsdatum sowie Ort des Verfassers
    • Ort und Datum des Einreichers
  • Inhaltsverzeichnis
    • achten Sie drauf, das Sie nicht zu viele Unterpunkte haben
  • Text
    • orthografische Fehler sowie Tippfehler entfernen
  • Literatur Verzeichnis
    • hier dürfen Sie nur Literatur aufführen, welche Sie auch tatsächlich benutzt haben, auf keinen Fall mehr
    • Achten Sie auf die für Ihren Fachbereich gültige Zitierweise und Vorgaben für die Quellangaben.