Tipps zum effektiven Lernen

 

Lernen ist immer auch eine Frage der Disziplin. Wer kontinuierlich dran bleibt, der wird kurz vor der Klausurenphase nicht von einem riesigen Stapel an Pflichtlektüre überrascht.

 

 

 

 

 

A: Allgemeine Tipps zum Lernen

B: Lerntechniken

C: Lernblockaden

Tipps: Innovative Lernportale

 

A: allgemeine Tipps zum Lernen

1. Von Anfang an dran bleiben

Schieben Sie die Nachbereitung der Vorlesung nicht auf bis zur Klausurenphase, sondern fassen Sie nach jeder Vorlesung die wichtigsten Inhalte zusammen. Zur Nachbereitung gehört ebenfalls das zeitnahe Durcharbeiten der Pflichtlektüre. Die Ergebnisse können Sie dann gleich in Ihre Zusammenfassung mit aufnehmen. Es empfiehlt sich, die Zusammenfassung in elektronischer Form zu erstellen. Auf diese Weise vermeiden Sie lose Blattsammlungen und falls Ihnen mal ein Ausdruck verloren geht, können Sie ihn umgehen reproduzieren. Kopieren Sie sich rechtzeitig alle für die Prüfungen relevanten Texte und Skripte, so dass Sie hierfür später nicht unnötig Zeit verlieren. Bringen Sie alle Dokumente in eine gewisse Struktur, streichen Sie die wichtigsten Aussagen farbig an, so dass Sie sich auch einige Monate später noch schnell darin zurechtfinden.

 

2. Die richtige Lernumgebung: Einen Platzfinden,  an dem Sie gerne lernen

Bevor Sie überhaupt zu lernen beginnen, sollten Sie Ihren Arbeitsplatz optimieren.

Dies sollte ein Platz sein an dem Sie gerne lernen, wo Sie Ruhe finden und ungestört Ihrem Lernrhythmus folgen können. Alle nötigen Arbeitsutensilien wie Stifte, Notebook, Marker, Formelsammlung, die nötigen Bücher (und nur diese), etwas zu trinken und was Sie sonst noch brauchen, sollten vorhanden sein. Sie sollten Ihre Lerneinheit nicht unterbrechen müssen, um vergessene Materialien zu holen – das lenkt Sie nur unnötig ab.

Wichtig ist, dass Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen und sich gerne dort einfinden. Gestalten Sie Ihn also nach Ihren ganz individuellen Vorstellungen, es sollte allerdings keine Störfaktoren die Sie ablenken vorhanden sein. Achten Sie darauf, dass Sie genügend Licht zur Verfügung haben und versuchen Sie, alle Störquellen auszuschalten (Handy).

 

Ist Ihr Arbeitsplatz vollständig eingerichtet, sollten Sie sich an die innere Vorbereitung machen. Machen Sie Ihren „Kopf frei“ bevor Sie anfangen zu lernen. Streit oder Konflikte, die Ihnen durch den Kopf gehen, lenken Sie nur unnötig ab. Klären Sie nach Möglichkeit alle belastenden Gegebenheiten. Müde oder besonders gestresst lernen ist ebenfalls genauso ineffektiv wie krank zu versuchen, Lernstoff aufzuarbeiten. Sie sollten möglichst ausgeruht und erholt in die Lernphase gehen.

 

3.Lernen mit dem Biorhytmus

Erkennen und Nutzen Sie Ihre beste Tageszeit für geistige Höchstleistungen. Zu welcher Tageszeit fühlen Sie sich besonders entspannt und fit im Kopf, wann nehmen Sie eher Leistungstiefs war? Während Sie sich in den Hochphasen sehr anspruchsvolle Aufgaben vornehmen können, sollten Sie in den Tiefphasen eher Routinearbeiten erledigen. Statistiken zeigen, dass die meisten Menschen am Vormittag zwischen 9.00 Uhr und 11.00 Uhr sowie am Nachmittag zwischen 17.00 und 19.00 Uhr am leistungsfähigsten sind. Die Leistungskurve erneuert sich ca. alle 28 Tage bei Frauen, bei Männern schon nach 23 Tagen. Lernen Sie z.B. geschichtliche Fächer oder Vokabeln ab ca. 17.00 Uhr, hier ist Ihr Langzeitgedächtnis am besten. Kurz vor dem Schlafen alles noch mal aufmerksam durchlesen und danach das Licht ausmachen. So kann das Gelernte nachts gut verarbeitet werden und wird nicht von anderen Reizen überdeckt.

4.Lernplan erstellen

Weiter ist bei der Zeitplanung auf Termine und wichtige Frei-Zeiten zu achten. Planen Sie außerdem Pufferzeiten ein, in denen Sie nacharbeiten können, was Sie in der errechneten Zeit nicht geschafft haben. Brauchen Sie die Pufferzeit nicht zum Lernen, so haben Sie ein wenig mehr Pause – nutzen Sie diese Zeit und geplante Pausen bewusst zur Erholung. Geben Sie sich einen Tag in der Woche frei (sofern die Prüfungsvorbereitung das zulässt), damit sich ihr Kopf erholen kann.

Bei der Auswahl der Lerninhalte sollten Sie Prioritäten setzten. Stellen Sie sich folgende fragen:

  • Welches Fach benötigt wie viel Lernaufwand?
  • Welches Fach benötigt wie viel Zeit?
  • Welches Fach wird als nächstes, welches als übernächstes usw. geprüft?

Wenn Sie nun einen Überblick über den Zeitaufwand haben und sich an die Aufteilung der Lernfächer machen, sollten Sie auf Abwechslung achten. Das Gedächtnis arbeitet am besten, wenn man nacheinander verschiedene Bereiche aktiviert.

 

5.Wie lernt das Gehirn?

Wie Sie sicher wissen, besteht das Gehirn aus zwei Hälften. Die linke Gehirnhälfte ist verantwortlich für das Lösen mathematischer Probleme, sprachlicher Aufgaben sowie für die Begriffsbildung.

Sie ermöglicht logisches Denken. Menschen mit stark entwickelter linker Gehirnhälfte haben in der Regel eine ausgeprägte Begabung zu kombinieren und zu analysieren. Die linke Gehirnhälfte steuert die rechte Körperhälfte, während die rechte Gehirnhälfte das für die linke Körperhälfte übernimmt.

Außerdem ist sie sowohl für Emotionen und räumliche Orientierung als auch für die Fähigkeit, Inhalte zusammenzufassen zuständig. Sie ermöglicht folglich ganzheitliches, intuitives und bildhaftes Denken sowie das Verarbeiten mehrerer Informationen gleichzeitig. Menschen, bei denen diese Seite stärker ausgeprägt ist, sie also häufiger benutzt wird, sind oft erfinderisch und ausgesprochen kreativ.

Aufgrund der unten aufgelisteten Aufteilung von informationsverarbeitenden Kanälen, sollten Sie Ihren Lernzyklus möglichst abwechslungsreich gestalten und verschiedene Fächer nacheinander bearbeiten. Schreiben Sie also nicht nach dem Vokabeln lernen noch an Ihrer auf Englisch verfaßten Abschlußarbeit, sondern lösen Sie besser ein paar Mathematikaufgaben oder üben Sie auf Ihrem Instrument, sofern Sie eines spielen.

 

Linke Gehirnhälfte Rechte Gehirnhälfte
Rationales, analytisches Denken Einsatz von Phantasie und Intuition
Logik von Ursache und Wirkung Nicht kausales Denken, das Widersprüchlichkeiten zulässt
Schlussfolgerungen ziehen Ganzheitliches Denken, das auf Details verzichtet
Arbeit mit Zahlen, Begriffen und Mengen Mustererkennung und bildhafter Vergleich
Bedürfnis nach Ordnung und Struktur Entwurf von Konzepten
Spontanes Sprechen und Schreiben Nachsprechen – kein spontanes Sprechen
Reaktion auf komplexe Anweisungen Reaktion auf einfache Anweisungen
Worterkennung Gesichtserkennung
Wörter und Zahlen Umrisse und Musik
Bewegungsabfolgen Räumliches Interpretieren

 

Lernen heißt letztendlich nichts weiter, als sich Informationen einzuprägen.

Man unterscheidet heute vor allem drei verschiedene Lerntypen:

  • der kommunikative Typ
  • der personenorientierte Typ
  • der medienorientierte Typ

Wie gut wir über welchen Kanal lernen, ist sehr individuell. Genauso wie bei den Lerninhalten, gilt auch bei den Lernmethoden, möglichst abwechslungsreich zu arbeiten. Je mehr Kanäle Sie nutzen, desto höher ist der Lernerfolg. Die folgende Statistik zeigt auf, wie viel durchschnittlich auf welchem Weg des Lernens Behalten wird:

  • Was wir nur hören: 20%
  • Was wir nur sehen: 30%
  • Was wir hören und sehen: 50%
  • Worüber wir reden: 70%
  • Was wir tun: 90%

Aber auch wie wir die Informationen verarbeiten ist sehr individuell.

Der Mensch hat drei Formen des Gedächtnisses:

  • Das Ultrakurzzeitgedächtnis
  • Das Kurzzeitgedächtnis
  • Das Langzeitgedächtnis

Das Ultrakurzzeitgedächtnis merkt sich Vorgänge, Fakten etc. nur zwischen 0,1 und 20 Sekunden. Es arbeitet nahezu unbewusst. Das können Sie überprüfen, in dem Sie überlegen, wie Sie vor 30 Sekunden Ihre Hände gehalten haben oder ob Sie sich in der letzten Minute am Kopf gekratzt haben. Höchstwahrscheinlich können Sie auf solche Fragen keine sichere Antwort geben. Um Informationen vom Ultrakurzzeitgedächtnis in das Kurzzeitgedächtnis zu übertragen, sollten die entsprechenden Informationen mindestens 20 Sekunden lang wiederholt werden.

Das Kurzzeitgedächtnis speichert Informationen allerdings auch nur über einen kurzen Zeitraum. Beim Lernen von Fakten oder Daten ist es sehr störanfällig. Um sich dennoch viele Details merken zu können, ist es hilfreich die Begriffe in Gruppen einzuteilen. Sie werden merken, wenn Sie die einzelnen Begriffe in kleinere Gruppen einteilen und diesen Überschriften geben, werden Sie eher an alles denken.

Das Langzeitgedächtnis speichert Informationen endgültig. Diese sind dann ständig abrufbar und können in verschiedenen Kontexten verknüpft werden. Mit Hilfe von Assoziationsketten kann das Langzeitgedächtnis trainiert werden. Verknüpfen Sie bereits gespeicherte Informationen mit neuen und nutzen Sie somit ihr Vorwissen um sich ein breiteres Wissen anzueignen. Um es dann tatsächlich für immer zu behalten, müssen Sie es stetig wiederholen – erst in kurzen, im Laufe der Zeit in immer längeren Abständen.

 

B: Lerntechniken

Jeder Mensch ist in seiner Aufnahmefähigkeit, Verarbeitung, Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit einzigartig. Die im Folgenden beschriebenen Techniken sollen einen Anstoß zur Reflexion des eigenen Lernverhaltens geben und Möglichkeiten aufzeigen, dieses zu optimieren. Lernstrategien können je nach individuellen Bedürfnissen verändert und verbessert werden.

 

Mindmapping

Visualisieren Sie sich komplexe Zusammenhänge in Form von MindMaps. Auf diese Weise können Sie sich sehr gut bestimmte Strukturen (aus Ober- und Unterbegriffen) einprägen, denn Ihr Gehirn denkt bekanntlich in Bildern und kann diese besonders schnell abrufen. MindMaps entlasten das Gedächtnis, so dass Sie noch genug Energie haben, die jeweiligen Unterpunkte zur Grobstruktur auswendig zu lernen.

Memotechniken

Die loci-Methode hat ihren Namen aufgrund ihrer praktischen Anwendung. Der Lernende überlegt sich einen Weg, den er gut kennt und häufig läuft. Die Strecke sollte markante Eckpunkte haben, an denen die zu lernenden Begriffe „abgelegt“ werden. So können Sie Vokabeln, geschichtliche Daten, Begriffe oder Formeln auf Ihrer Strecke verteilen. Nun müssen Sie sich eine kleine Geschichte ausdenken, in der Sie die Strecke mit den abgelegten Daten verknüpfen. Lassen Sie die Geschichte vor Ihrem inneren Auge ablaufen oder sagen Sie sie auf. Vielleicht können Sie sie auch jemandem erzählen, der das gleiche Lernen muss. Dann hätten Sie beide etwas davon.

Ähnlich funktioniert auch die Kettentechnik. Sie verpacken einfach Begriffe oder was auch immer Sie lernen müssen in eine kleine Geschichte. Schreiben Sie diese möglichst bildhaft auf, um wieder so viele Kanäle wie möglich zu nutzen. Wahlweise könnte man Sie auch singen (achten Sie dabei aber bitte auf Ihre Nachbarn ;-)

Zahlen

Zahlenketten kann man ebenfalls visualisieren und so quasi unendlich lange Zahlen auswendig lernen. Bei dieser Methode geben Sie jeder Ziffer von 0 bis 9 ein Symbol. Entweder eines, das Sie sich einfach so gut merken können oder eines, das Ähnlichkeit mit der Zahl hat.

So könnte die 2 ein Schwan sein oder die 5 eine schwangere Frau. Wenn Sie nun eine Zahl betrachten, reimen Sie sich aus den Begriffen eine Geschichte; je verrückter, desto besser. Die Geschichte wird es Ihnen erleichtern, sich die einzelnen Zahlen zu merken. Wenn Sie eine Zahlenkette auswendig lernen sollen, können Sie verschiedenen größeren Zahlen auch spontan eine Bedeutung geben. So könnten Sie sich ihr Alter oder Geburtsdatum als „Ganzzahl“ einprägen.

 

Texte lernen

Um sich einen Überblick über einen langen Text zu verschaffen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Kursorisches Lesen

Hierbei wird der Text nur überflogen und anhand von Schlagwörtern der Inhalt erfasst und die Lektüre auf ihre Brauchbarkeit hin überprüft.

 

Diagonales Lesen

Beim diagonalen Lesen wird durch einen Blick diagonal über die Seite der gesamte Text auf einmal erfasst. Diese Technik erfordert jedoch viel Übung.

 

Punktuelles Lesen

Punktuelles Lesen ist eine gängige Methode. Hier werden nur bestimmte Abschnitte gelesen, es ist quasi die Fortführung von Methode 1, die auf Schlüsselwörter reagiert.

 

PQ4R-Methode

Wenn man nun einen relevanten Text gefunden hat, bietet sich die PQ4R-Methode zum weiterarbeiten an. Der Name leitet sich von den Stufen ab, in denen ein Text bearbeitet werden soll:

Preview (Vorausschau), Questions (Fragen), Read (Lesen), Reflect (Nachdenken), Recite (Wiedergeben), Review (Rückblick).

Diese Methode strukturiert den Text und macht somit vor allem das Arbeiten mit schwierigen oder besonders langen Texten einfacher.

Nachdem sich der Leser einen Überblick über den Inhalt der Lektüre verschafft hat, indem er diese überfliegt und wichtige Stellen markiert, stellt er sich Fragen zu dem Text. Diese sollten konkret und gezielt nach dem Inhalt gestellt werden. Sortieren Sie die Fragen nach den einzelnen Abschnitten, so strukturieren Sie den Text ganz automatisch und werden sich über Wissenslücken bewusst.

Beim anschließenden Lesen versuchen Sie die Fragen zu beantworten.

Schritt vier fordert zum Reflektieren des Gelesenen auf. Gehen Sie das Gelernte noch einmal Schritt für Schritt durch. Sind alle Fragen geklärt? Versuchen Sie neu Gelerntes mit bereits bestehendem Wissen in Verbindung zu bringen und somit ein größeres Wissensnetz aufzubauen.

Versuchen Sie anschließend die neuen Lerninhalte mit eigenen Worten wieder zu geben. Bemerken Sie an dieser Stelle Lücken, können Sie diese durch gezieltes Nachlesen schließen. Im letzten Arbeitsschritt der PQ4R-Methode sollen die wesentlichen Punkte zusammen gefasst werden. Am besten überprüft man erneut, ob alle Fragen auch tatsächlich geklärt werden konnten und der wesentliche Inhalt vollständig erfasst wurde.

Wenn Sie diese Schritte durchlaufen, sollte Ihnen das Erfassen schwieriger und komplexer Texte leichter fallen. Hat Ihnen eine Lektüre besonders gut gefallen, also war der Lerneffekt besonders hoch, schauen Sie in die Literaturliste und suchen Sie nach adäquaten Büchern oder Aufsätzen, die Ihnen helfen könnten.

 

Vokabeln / Fachbegriffe

Vokabeln prägen sich häufig schlichtweg durch ständige Wiederholung ein. Hilfe leisten dabei Vokabelkästchen, in denen die gelernten Vokabeln immer eine „Schublade“ nach hinten sortiert werden, bis sie im Gedächtnis eingeprägt sind. Es hilft aber auch hier, Themenblöcke zu bilden und die Vokabeln in einem bestimmten Zusammenhang zu lernen.

Oder Sie lesen sich die Vokabeln laut vor – wie immer: Nutzen Sie Ihre Sinne!

Eine kreativere Lösung ist, sich Bilder oder Geschichten zu den einzelnen Wörtern zu überlegen. Man kann dazu das fremdsprachige Wort extra deutsch aussprechen:

Das lateinische Wort cubare bedeutet liegen. Sprechen Sie es deutsch aus, hört es sich an wie Kuh und Bahre. Sie könnten sich nun vor Ihrem geistigen Auge eine liegende Kuh auf einer Bahre vorstellen. Vielleicht eine alberne Eselsbrücke, aber eine effektive!

 

So können Sie es mit vielen Vokabeln machen und das lernen wird Ihnen wesentlich leichter fallen und wohlmöglich sogar Spaß machen. Wichtig ist, die Vokabeln anfangs in kurzen Abständen, dann in immer längeren zu wiederholen und sie erst weg zu legen, wenn Sie tatsächlich zu jedem Zeitpunkt abrufbar sind. Mehr als 30 Vokabeln pro Tag sollten es aber nicht sein.

 

Eine Sprache lernt man natürlich am besten, indem man sie spricht und liest. Lesen Sie Ihre Lieblingsbücher doch einfach mal in einer Fremdsprache. Wenn Sie keine Gesprächspartner haben, mit denen Sie die Sprache üben könnten, ist auch einen Film in O-Ton zu schauen eine gute Alternative. So lernen Sie gleich die korrekte Aussprache! Es gibt viele Möglichkeiten – Seien Sie kreativ!

 

Lernen in Gruppen

Nutzen Sie die Gelegenheit und setzen Sie sich mit anderen Kommilitonen zusammen, um sich konzentriert auf die Prüfungen vorzubereiten. Hierbei handelt es sich natürlich nicht um ein ‚Kaffeekränzchen’, dies sollten Sie besser später nachholen. Das Lernen in Gruppen bringt Ihnen viele Vorteile. Sie können sich gegenseitig motivieren. Sie können Ihr Wissen auf die Probe stellen, indem Sie anderen bestimmte Sachverhalte erklären. Sie können sich mit anderen aufteilen und gemeinsam eine Literaturzusammenfassung mit wesentlich weniger Zeitaufwand erstellen. Andere Mitglieder der Lerngruppe können Ihnen Sachverhalte erklären, die Sie vielleicht zu hause im stillen Kämmerlein nicht verstanden hätten.  Regelmäßige Treffen geben Ihnen Struktur, so dass Sie kontinuierlich dran

Bleiben Sie fühlen sich nicht allein mit der Prüfungsvorbereitung, denn Ihre ganze Lerngruppe hat dasselbe Ziel wie Sie.

  • Wiederholung ist Trumpf

Das, was Sie gerade gelernt haben wiederholen Sie zuerst nach 10 Minuten, dann

nach einer Stunde, dann nach 3 Stunden. Halten Sie diesen Rhythmus ein, dann befindet sich Ihr Gehirn jedes Mal automatisch auf dem Höhepunkt seiner Erinnerungsfähigkeit und erspart Ihnen frustrierende Augenblicke. Danach wiederholen Sie den gelernten Stoff in der ersten Woche nach einem Tag, dann nach drei Tagen und in der darauffolgenden Woche noch zweimal – Sie können sich darauf verlassen, dass das Gelernte dann sitzt. Wenn Sie eine mathematisch orientierte Prüfung vor sich haben, dann ist es wichtig, dass Sie so viele Aufgaben wie möglich durchrechnen. Denn durch die

mehrfache Wiederholung werden Sie immer vertrauter mit der Methodik undkönnen verschiedenste Anwendungsfälle durchspielen, so dass Sie in Ihrer Prüfung keine ‚bösen’ Überraschungen mehr erleben.

Checkliste für eine erfolgreiche Gruppenarbeit:- Themen-, Problem- und Zielliste. – Aufgabestellung – sind die Probleme so definiert, dass wirklich Gruppenlernen gefragt ist? – Größe der Gruppe und Verteilung der Aufgaben – Wer ? Was? Wann? Wie? Warum? Und Warum nicht? – Netzwerkprinzip: also – Informationenaustausch und Weiterleitung. – Wahl des Koordinators oder Moderators. – Vorbereitung des Ablaufprogramms – Ständige Kontrolle und Analyse (Thema, Zeit, …) während der Sitzung – gegenseitige Motivation ist angesagt – Atmosphäre: Offenheit für Neues, Akzeptanz, und Vertrauen schaffen ein angenehmes Arbeitsumfeld, gewährleisten eine direkte Interaktionen und ermöglichen eine Evaluation des Gruppenlernens – dazu ist Protokollführung / Einarbeitung in bestehende Skripte sinnvoll- individuelle Verantwortlichkeiten klären

C: Lernblockaden

Anstrengen, Bemühen, Üben helfen nicht, wenn eine Blockade durch emotionalen Stress vorliegt.

Emotionaler Stress beeinträchtigt die Leistungs- und Lernfähigkeit jedes Menschen erheblich. Warum dies so ist, soll hier an einem vereinfachten Modell der Informationsverarbeitung aufgezeigt werden.

Informationen verschiedenster Art strömen ständig auf uns ein. Aus diesen verschiedenen Informationen (Geräusche der Umgebung wie Telefon, Autogeräusche, Unterhaltungen anderer, Radio etc., Lichtverhältnisse, Lerntext) muss unser Arbeitsspeicher innerhalb knapp einer Millisekunde entscheiden, welche Information(en) es wert sind, weitergeleitet zu werden, welche bekannt sind (diese sind schon im Langzeitgedächtnis) und welche neu sind .

Neue Information, die in das Kurzzeitgedächtnis gelangt, verbleibt dort für ca. 24 Stunden. Allerdings: wird diese neue Information nicht innerhalb von 90 Minuten auf irgendeine Art und Weise bearbeitet (Rehearsal), wird sie nicht ins Langzeitgedächtnis weitergeleitet. Was dort aber ankommt, kann auch wieder abgerufen werden.

Nun wird aber alles, was wir im Langzeitgedächtnis ablegen, immer mit Emotionen verbunden.

Das heißt, allem was wir dauerhaft lernen, liegt eine Emotion zugrunde; denn was für uns „nichts bedeutet“, also keiner Sinnhaftigkeit unterliegt, wird nicht abgespeichert. Das heißt aber auch, dass die emotionalen Inhalte, die damit mit einer neuen Information im Langzeitgedächtnis abgelegt werden, automatisch beim Abrufen dieser Information wieder aktiviert werden.

Das heißt also: wird unter Angst, Druck und Furcht gelernt, rufe ich automatisch diese Gefühle wieder ab, wenn ich in der entsprechenden Arbeits- oder Prüfungssituation bin. Es kommt zu Lernblockaden und im Weiteren zur Prüfungsangst. Wichtig ist also, sich gute Bedingungen für das Erlernen und Abrufen neuen Stoffes zu schaffen.

 

Tipps: Innovative Lernportale


eBooks und Videovorlesung:

Study4Success.de bietet die Möglichkeit, bspw. kostenlos Lehrbücher als eBooks einzusehen und für die Klausurenvorbereitung zu nutzen.  Zudem steht eine Videothek mit online Vorlesungen zu einer Vielzahl von Studiengängen und Fachsemestern zur Verfügung, begleitet von hilfreichen Tipps vom effektiven Auswendiglernen bis hin zum richtigen wissenschaftlichen Arbeiten.

Lecturio.de: richtet sich hauptsächlich an Studierende in den Fachbereichen Medizin, Jura und Wirtschaftswissenschaften. Hier können eVorlesungen und eVorträge heruntergeladen werden; vor allem aber Repetitorien für die Examensvorbereitung in Jura und Medizin.

 

Lernen mit Karteikarten:

Wer gerne mit Karteikarten arbeitet, der kann dies zukünftig auch online auf dem Portal ediscio.de tun. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Papierkarteikarten ist vor allem das Teilen der elektronischen Karteikarten mit anderen sowie die Möglichkeit, nach einem gesteuerten Zeitplan zu lernen und den Lernerfolg regelmäßig zu kontrollieren. Edicio ist auch mobil z.B. als iPhone App für unterwegs verfügbar.

 

Portal für Mathe und Statistik Klausuren

Bereiten einem vor allem Mathe und Statistik Bauchschmerzen, so kann das Portal Mathods ein wenig Linderung verschaffen. Hier können über tausend verschiedene Klausuraufgaben für Mathe und Statistik kostenlos durchgerechnet werden, Musterlösung inklusive.

 

Mathe-Intensivkurs online

Mathe ist für viele Studierende ein Graus aber dennoch oftmals Bestandteil des Grundstudiums. Ein neues Portal hilft, die wichtigsten Basics in internationaler Atmosphäre aufzufrischen.

Das Fach Mathematik möchten viele Studierende am liebsten schon in der Schule frühzeitig abwählen. Fällt nach dem Abitur jedoch die Entscheidung fürs Studium, so holt einen Mathe doch schneller wieder ein als einem lieb ist. Gerade in den Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und im wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereich ist Mathe ein wichtiger Bestandteil des Bachelor-Programms. Auch beim Gang ins Ausland bleibt einem dies nicht erspart, im Gegenteil, dort sind vielleicht wieder ganz andere Teildisziplinen der Mathematik gefragt.

Das Portal Math Bridge will mit so genannten Mathe-Brückenkursen bei der Vorbereitung fürs Studium helfen – und das gleich international. Denn auf der Website werden Mathe-Intensivkurse aus verschiedenen Ländern als Selbststudium angeboten. So können Studenten wie auch Schüler nach dem am besten auf ihren Bedarf passenden Mathe-Kurs suchen, um gut fürs Bachelor-Studium gewappnet zu sein. Die Kurse sind in verschiedensten Sprachen von Englisch über Spanisch bis Finnisch verfügbar. Weitere Infos hier.

 

Kopierstress ade dank Copyshop  PaperC.de im Netz

Für das Studium sind jedes Semester Unmengen von Literatur und Skripten zu kopieren. Das kostet neben Geld vor allem viel Zeit und Nerven. PaperC bietet  eine innovative Plattform an, die Bibliothek und Copyshop ganz einfach verbindet. Eine Vielzahl von Fachbüchern kann hier direkt online eingesehen werden. Relevanten Seiten lassen sich für einen geringen Geldbetrag pro Seite einzeln als PDF extrahieren. Zur Weiterverarbeitung für Prüfungsvorbereitung, Abschlussarbeit oder ähnliches können einzelne Textpassagen direkt im PDF markiert und mit Randnotizen versehen werden. Abgelegt werden die Fachbuchseiten dann ganz bequem online oder auf dem eigenen Laptop.